Speicher-Strategie: wann wird geschrieben #18

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opened 2026-08-28 09:21:15 +00:00 by RDietermann · 0 comments
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Part of #16

Question

Wann wird geschrieben?

Die drei üblichen Antworten schließen sich nicht aus, aber die Wahl prägt alles Weitere:

  • Manuell (Strg+S). Vorhersehbar, aber verliert Arbeit bei Absturz und verlangt eine Gewohnheit, die nicht jeder hat.
  • Autosave nach Tipppause. Bequem, aber schreibt oft; jede Zwischenfassung landet auf der Platte und damit in einem etwaigen Sync.
  • Beim Verlassen der Notiz (Notizwechsel, Fensterschluss). Wenige Schreibvorgänge, aber der Nutzer sieht lange nicht, ob seine Arbeit sicher ist.

Zu entscheiden ist außerdem, was in den Randfällen passiert:

  • Notizwechsel mit ungesicherten Änderungen: stillschweigend speichern, fragen, oder verwerfen?
  • Fenster schließen mit ungesicherten Änderungen?
  • Die offene Notiz wird extern gelöscht oder umbenannt — was tut ein anschließendes Speichern?
  • Speichern schlägt fehl (Schreibschutz, Laufwerk weg): Wie erfährt der Nutzer davon, ohne seine Änderungen zu verlieren?

Zielgröße: eine Regel, die man in einem Satz erklären kann, plus eine Tabelle für die Randfälle.


Nachtrag aus der Recherche zu #22. Ein Beleg, der die Autosave-Option direkt betrifft:

Dropbox nennt als Ursache seiner „Conflicted copy"-Dateien ausdrücklich „applications with an auto-save feature". Wer häufig schreibt, erzeugt in einem synchronisierten Ordner also nicht nur Last, sondern Konfliktdateien — die dann als fremde .md im Notiz-Baum auftauchen.

Das ist kein Ausschlussgrund für Autosave, aber es verschiebt die Abwägung: Der Preis für Bequemlichkeit wird nicht vom Programm gezahlt, sondern vom Sync-Ordner des Nutzers. Eine Tipppause von wenigen Sekunden trifft das härter als Speichern beim Verlassen der Notiz.

Part of #16 ## Question Wann wird geschrieben? Die drei üblichen Antworten schließen sich nicht aus, aber die Wahl prägt alles Weitere: - **Manuell** (Strg+S). Vorhersehbar, aber verliert Arbeit bei Absturz und verlangt eine Gewohnheit, die nicht jeder hat. - **Autosave nach Tipppause.** Bequem, aber schreibt oft; jede Zwischenfassung landet auf der Platte und damit in einem etwaigen Sync. - **Beim Verlassen der Notiz** (Notizwechsel, Fensterschluss). Wenige Schreibvorgänge, aber der Nutzer sieht lange nicht, ob seine Arbeit sicher ist. Zu entscheiden ist außerdem, was in den Randfällen passiert: - Notizwechsel mit ungesicherten Änderungen: stillschweigend speichern, fragen, oder verwerfen? - Fenster schließen mit ungesicherten Änderungen? - Die offene Notiz wird extern gelöscht oder umbenannt — was tut ein anschließendes Speichern? - Speichern schlägt fehl (Schreibschutz, Laufwerk weg): Wie erfährt der Nutzer davon, ohne seine Änderungen zu verlieren? Zielgröße: eine Regel, die man in einem Satz erklären kann, plus eine Tabelle für die Randfälle. --- **Nachtrag aus der Recherche zu #22.** Ein Beleg, der die Autosave-Option direkt betrifft: Dropbox nennt als Ursache seiner „Conflicted copy"-Dateien ausdrücklich **„applications with an auto-save feature"**. Wer häufig schreibt, erzeugt in einem synchronisierten Ordner also nicht nur Last, sondern Konfliktdateien — die dann als fremde `.md` im Notiz-Baum auftauchen. Das ist kein Ausschlussgrund für Autosave, aber es verschiebt die Abwägung: Der Preis für Bequemlichkeit wird nicht vom Programm gezahlt, sondern vom Sync-Ordner des Nutzers. Eine Tipppause von wenigen Sekunden trifft das härter als Speichern beim Verlassen der Notiz.
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